Wirtschaftskammer fordert rasche Umsetzung des Handwerkerbonus

Die Einführung des Handwerkerbonus fordern Vertreter der Wirtschaftskammer Oberösterreich.
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Vor dem Hintergrund der Diskussionen über die Maßnahmen zur Budgetkonsolidierung und den Überlegungen zur Erhöhung der Mehrwertsteuer wiederholt der Landesinnungsmeister der oö. Hafner, Platten- und Fliesenleger, Peter Böckl, die Forderung nach einer raschen Einführung des Handwerkerbonus.

„Wenn Gewerbe und Handwerk weiterhin als Konjunkturmotor fungieren sollen, darf diese Forderung gerade bei einer geplanten Mehrwertsteuererhöhung nicht länger hinausgeschoben werden“, so Böckl. Auch die Konjunkturexpertin des Wirtschaftsforschungsinstitutes, Margit Schratzenstaller, sieht eine Erhöhung der Mehrwertsteuer als Konsumdämpfer. Jede weitere Erhöhung der Mehrwertsteuer würde nur dazu beitragen, die Schattenwirtschaft weiter in die Höhe zu treiben. Davon betroffen wären alle Handwerksbetriebe, die ihre Leistungen überwiegend an Privatpersonen erbringen. „Damit würde es vor allem jene Handwerksbetriebe treffen, denen es in den letzten turbulenten Jahren maßgeblich zu verdanken war, dass der Konjunkturmotor nicht ins Stottern geraten ist.“ Beim Handwerkerbonus sollen für private Haushalte bei der Beauftragung von Handwerkerleistungen für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsarbeiten von den in Rechnung gestellten Arbeitskosten bis zu einem Höchstbetrag von 6.000 Euro 20 Prozent steuerlich absetzbar werden, also maximal 1.200 Euro, wobei im Gegenzug keine anderen Förderungen mehr in Anspruch genommen werden können. „Aus Erfahrung wissen wir, dass für die Kunden die vermeintliche Annahme, sich die Mehrwertsteuer zu ersparen und billiger einzukaufen, oftmals der einzige Anreiz zur Beauftragung eines Pfuschers ist. Bei genauerer Betrachtung stellt sich aber vielfach das Gegenteil heraus und die Kunden müssen für weniger Sicherheit und Qualität mehr bezahlen“, sagt Böckl.