von
Bernhard Haudum
| Januar 2012
Jänner-Rallye: 140.000 sahen tschechischen Sieg
Mit dem erwarteten Zuschaueransturm und einem tschechischen Sieg endete die heurige Auflage der Jänner-Rallye: 140.000 sahen einen Sieg des Tschechen Jan Kopecky aus dem Skoda-Werksteam.
Bei extrem schwierigen Bedingungen – neben Eis und Schnee gab es auch Regen und Nebel – profitierte der Sieger vor allem von Fehlern seiner Gegner. So leistete sich der zweite Pilot im Skoda-Werksteam, der Finne Juha Hänninen, ebenso einige Ausrutscher wie der österreichische Serienstaatsmeister Raimund Baumschlager (skoda). Der Rosenauer lag anfänglich in Führung, wurde dann aber noch auf den vierten Endrang durchgereicht. Das mögliche Podest verpasste er dabei um unfassbare zwei Zehntel, die er auf der letzten Sonderprüfung gegenüber dem regierenden Staatsmeister Beppo Harrach (Mitsubishi) einbüsste.
Lokalmatadore zeigten anfangs auf
Apropos einbüßen: Die Mühlviertler Lokalmatadore, die anfänglich voll mitfighteten, mussten im Verlauf der Rallye ihre sensationellen Zwichenpositionen wieder abgegeben: Der Freistädter David Glachs musste ebenso Technik-Troubles Tribut zollen wie der Schenkenfeldner Reinhold Neulinger aus dem Solide-Rallyeteam. Mehr Glück hatte da Ex-Radass Martin Fischerlehner, der die Rallye mit seinem Misubishi EVO V als Sieger der Gruppe H beenden konnte. Im Ziel gratulierte ihm dazu unter anderem OK-Chef Ferdinand Staber, der eine positive Bilanz der Veranstaltung zog: „Wir haben mehr Zuschauer gehabt als zuletzt im Jahre 2011. Sie alle waren gekommen, um bei diesem ersten EM-Lauf dabei zu sein. Vordergründig war für uns die Sicherheit an der Strecke, diesbezüglich hat alles vorzüglich geklappt. Darüber hinaus gab es sportlich viele spannende Höhepunkte, dies schon allein durch die erstklassige Besetzung. Damit war es möglich, den vielen Fans Rallyesport der Extraklasse zu bieten. Mein Dank gilt all unseren Sponsoren und allen Helfern und Funktionären. Sie haben vollsten Einsatz gezeigt, auf solche Leistungen kann man mit Recht stolz sein“, sagte der sichtlich zufriedene Rallyechef nach dem Fallen der Zielflagge im Freistädter Rallyezentrum.