Mitgliedschaft ruht: Walding stellt Urfahr-West die Rute ins Fenster
Mit einem aufsehenerregenden Schritt verleiht die Gemeinde Walding ihrer Unzufriedenheit mit der Region Urfahr-West (uwe) Nachdruck: Die Kommune stellt ihre uwe-Mitgliedschaft ab Ende Mai 2011 ruhend.
In einem Brief an den Obmann der LEADER-Region, den Puchenauer Bürgermeister Wolfgang Haderer (VP), begründet der Waldinger Ortschef LAbg. Josef Eidenberger (SP) diesen Schritt. Eidenberger schreibt darin u.a., dass es der Verein verabsäumt hätte, „qualitätsvolle, zielorientierte und nachhaltige Initiativen“ in den Bereichen Arbeitsplätze, Bildung, Soziales und Verkehr zu setzen. Den Verantwortlichen wirft er vor, dass die Kluft zwischen der Rolle, die sie sich selbst von ihrer Arbeit machen würden und der tatsächlichen, zunehmend bescheidenen Leistung, nicht mehr zu verbergen sei. In dem Schreiben spricht sich Eidenberger weiters kategorisch dagegen aus, dass beliebige Aktivitäten, die seiner Ansicht nichts mit den Vereinszielen von uwe zu tun hätten, mit öffentlichen Geldern gefördert werden.
Ruhendstellung ist kein Austritt
Gegenüber dem GUUTE-Journal bekräftige der Waldinger Bürgermeister, dass die Ruhendstellung der Mitgliedschaft kein Austritt aus der Region sei. Vielmehr hätte man „die Reißleine“ gezogen - man hoffe nach wie vor auf konstruktive Gespräche bzw. eine Änderung des aktuellen Kurses - so der SPÖ-Politiker.
Kritik aus der eigenen Gemeinde
Neben kritischen Stimmen aus der Region, die u.a. die Rechtmäßigkeit der Ruhendstellung der uwe-Mitgliedschaft bezweifeln, erntet der Waldinger Bürgermeister für seine Vorgangsweise indes auch in der eigenen Gemeinde nicht nur Zustimmung: LAbg. Eva Maria Gattringer (VP) - sie ist auch Mitglied des Waldinger Gemeindevorstandes - distanziert sich von der Kritik an Urfahr-West und fordert Josef Eidenberger auf, die Ruhendstellung zurück und die Mitarbeit in der Region umgehend wieder aufzunehmen.

