von
Albin Gattermayr
| Dezember 2011
Aktion „Weihnachtsfreude“: Packerl an 16.000 bedürftige Kinder verteilt
Ganz konkrete Nächstenliebe praktizieren Josef und Roswitha Karl aus Engerwitzdorf. Jedes Jahr machen sie „vergessenen Kindern“ in Rumänien das meist einzige Weihnachtsgeschenk.
2004 hat es mit 300 Packerln angefangen, mittlerweile sind es 16.000 geworden. Roswitha Karl: „Für viele Kinder ist es das einzige Geschenk, das sie zu Weihnachten bekommen. Wir schauen, dass wir Bergdörfer erreichen, wo Armut, Analphabetismus und Arbeitslosigkeit herrschen. Oder Müllhaldensiedlungen, wo schon mal 15 Menschen auf 4 mal 4 Metern zusammenleben. Die wichtigste Botschaft ist: Wir haben euch nicht vergessen.“
Groß ist der logistische Aufwand: Ein Netz von österreichweit 50 Sammelstellen wurde aufgebaut, Schulen, Kindergärten, Mütterrunden etc. tun mit. Dutzende Freiwillige helfen, die Pakete fertig zu machen. Süßigkeiten, Toiletteartikel, Spielezug etc. kommen rein, getrennt nach Mädchen und Burschen sowie nach Alter. Der Großteil der Freizeit der Familie Karl geht für ihr ehrenamtliches Engagement drauf: So fährt Josef Karl auch schon mal nach Vorarlberg um Pakete abzuholen.
Tausende strahlende Kinderaugen
35 freiwillige Helfer brachten die Weihnachtspackerl heuer nach Rumänien, wo sie u. a. vom Familienhilfsdienst in Cluj weiterverteilt werden. „Die Kinder warten oft stundenlang auf die Pakete. Wenn man dann die leuchtenden Augen sieht, ist das wieder Motivation für die nächste Aktion“, so Josef und Roswitha Karl, Gewinner des Loschke-Preis 2011 des Rotary-Clubs Gallneukirchen/Gusental.
Auch nach Moldawien oder zu einem Sozialprojekt in Marseille gehen Pakete, aus Bulgarien kamen auch schon Anfragen. „Um die Qualität zu halten, können wir aber nicht mehr übernehmen“, sagt Josef Karl. Auch im restlichen Jahr ist er voll beschäftigt: Jedes Monat geht ein LKW voll Kleidung nach Rumänien. Nähere Infos unter www.weihnachtsfreude.at, Spendenkonto: 1060-000-1100, Sparkasse Wels (BLZ: 20320)

